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Weiterbildungskurs Technischer Zug 2008

"Auf der Suche nach Airbags"

Spannende Szenarien und anspruchsvolle Lektionen. Der Technische Zug der FFZ übte an vier Orten und sammelte wertvolle Erfahrungen.


Drei, zwei, eins. Ausgelöst durch einen lauten Knall fliegt im Bruchteil einer Sekunde ein Airbag meterhoch durch die Luft. Soeben hat Berufsfeuerwehroffizier Silvio Keller von der Feuerwehr & Sanität Zürich auf dem Areal der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Zug (FFZ) vor den Augen der Mitglieder des Technischen Zugs einen Airbag detonieren lassen. Das Thema «Airbag-Scanning» war denn auch eine von vier anspruchsvollen Lektionen, die von den Kurskommandanten Markus Pfiffner und Daniel Jauch vorbereitet worden waren.
Bei Verkehrsunfällen gehört das Airbag-Scanning zum Standardvorgehen. Zum Schutz der Verunfallten und der Einsatzkräfte ist es ein Muss, wenn Airbags nicht ausgelöst wurden, deren Standorte zu kennen und sie zu neutralisieren. Ziel ist es, ein ungewolltes Detonieren eines Airbags während den Rettungsarbeiten zu verhindern. Denn dies könnte zu schweren Verletzungen der Verunfallten und Einsatzkräfte führen. Bei den diversen Automodellen, die es heute auf dem Markt gibt, ist das Airbag-Scanning keine einfache Angelegenheit. Vor der Erkundung des Auto-Innenraumes wird die Zündung ausgeschaltet und die Batterie abgehängt. Bei einem untersuchten Auto fanden die Kursteilnehmer ganze zehn Airbags.

Fahrzeug von Brücke gestürzt
Bei der Unterführung Feldstrasse galt es eine Person aus einem Lieferwagen zu retten. Fahrzeug stabilisieren, Pneu stechen, Fenster und Fahrzeugtüren entfernen. Diese Schritte sind unentbehrlich, um dem Rettungsdienst und der Feuerwehr den Zugang zum Verunfallten zu erleichtern. Bei Lieferwagen stellen sich zudem zusätzliche Probleme: eine grössere Arbeitshöhe als bei Autos, grosse Türen oder eine Rückwand hinter dem Fahrersitz.
Gleichzeitig spielte sich unter der Bohlbachbrücke eine ähnliche Situation ab. Ein Fahrzeug war von der Brücke gestürzt. Eine Person lag im Bach, die andere war noch im Auto. Erschwerend kam dazu, dass die Rettungsaktion sich an der steilen Bachböschung abspielte.

Absturz eines Heissluftballons
Noch steiler ging es am Brüschrain zu und her. Nach dem Absturz eines Heissluftballons lagen vier Verletzte im Tobel. Die Extremrettung in unwegsamem Gelände verlangte einen zusätzlichen körperlichen Einsatz. Der Abstieg mit der Rettungswanne, die Betreuung der Verunfallten im Tobel sowie die Organisation des Schadenplatzes mit der Einrichtung der Seilwinde forderten sämtliche Helferinnen und Helfer. Dabei spielte die Kommunikation untereinander eine entscheidende Rolle.
Die realistischen Szenarien ermöglichten es dem Technischen Zug Abläufe und Vorgehensweisen bei Extremrettungen sowie Besonderheiten bei Bergungen aus Lieferwagen zu üben. Zudem erfolgte eine anschauliche Repetition des Airbag-Scannings.


 

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